Walter Stüdeli tritt im April 2020 als Geschäftsführer des SVKH zurück

Walter Stüdeli hat den Vorstand des Schweizerischen Verbands für komplementärmedizinische Heilmittel SVKH informiert, dass er auf die Generalversammlung 2020 nach 16 Jahren als Geschäftsführer zurücktreten wird. Der Vorstand bedankt sich für die langjährige Tätigkeit, die mit vielen Erfolgen verbunden war.

Walter Stüdeli war 2009 Kampagnenleiter der Verfassungsabstimmung «Zukunft mit Komplementärmedizin» und kümmerte sich um die Umsetzung der Kernforderungen im Bundesparlament. Der SVKH verdankt ihm, dass Komplementär- und Phytoarzneimittel gemäss den revidierten HMG-Bestimmungen vereinfacht zugelassen werden können. Dabei ist es uns gelungen, die heterogenen Anliegen der verschiedenen Therapierichtungen unter einen Hut zu bringen und gegen aussen geschlossen aufzutreten. Stüdelis breites Netzwerk war bei vielen Anliegen im Bundesparlament von grossem Wert. Der Vorstand bedauert den Rücktritt ausserordentlich, akzeptiert aber den Entscheid die administrative Führung des Verbandes abzugeben.

 

Walter Stüdeli will sich zukünftig vermehrt um seine Kernkompetenz, das politische Lobbying, kümmern. Der SVKH-Vorstand und Walter Stüdeli haben signalisiert, dass sie sich eine weitere Zusammenarbeit im Bereich des Lobbyings vorstellen können. Stüdeli wird beim Dakomed weiterhin die Dossiers Politik und Medien betreuen, der SVKH ist Mitglied im Dakomed. Des Weiteren haben auf Initiative von Stüdeli die ASSGP, der SDV, pharmaSuisse und der SVKH kürzlich entschieden, politische Dossiers zukünftig besser zu koordinieren und Eingaben gemeinsam zu verfassen. Das geeinte Vorgehen der Akteure ist ein zentraler Erfolgsfaktor, um die Wirkung beim Bundesparlament, der Regierung und den Behörden zu erhöhen.

 

Der SVKH-Vorstand hat sich für die Nachfolgeregelung für ein zweistufiges Vorgehen entschieden. In einer ersten Phase hat er eine Liste potentieller NachfolgerInnen erstellt, die er persönlich kontaktiert. Falls auf diesem Weg keine geeignete Person gefunden werden kann, so wird die Stelle öffentlich ausgeschrieben. Ziel des Vorstands ist es, eine nahtlose Nachfolgeregelung zu finden, damit die Übergabe geordnet erfolgen kann.

 

Als NachfolgerIn wird eine Person mit fachlichen Kompetenzen in KPA-Arzneimitteln und politischem Lobbying gesucht. Von Vorteil ist eine Ausbildung als Pharmazeut oder Drogist. Für den Vorstand ist es denkbar, dass die Aufgabe der Geschäftsführung auf zwei Personen aufgeteilt wird (1. Verbandsführung mit medizinisch-pharmazeutischem KPA-Wissen, 2. Monitoring und Lobbying Bundesparlament, Betreuung Vernehmlassungseingaben, Kontakte mit befreundeten Verbänden).

 

Der Vorstand fordert die Mitglieder auf, dem Präsidenten Dr. Herbert Schwabl potentielle KandidatInnen zu melden. Die Mitglieder und Dritte haben auch die Möglichkeit, eine eigene Kandidatur einzureichen (h.schwabl@padma.ch). Der Vorstand entscheidet gemeinsam, welche Personen zu einem Gespräch eingeladen werden. Alle Vorschläge und Kandidaturen werden geprüft und vertraulich behandelt.

«Letztlich geht es um die Frage, welches Gesundheitswesen wir uns wünschen.»

Millefolia, das Schweizer Newsportal für Komplementärmedizin, hat ein Interview mit Walter Stüdeli über die Wahlempfehlungen 2019 geführt. Wieso gibt der Dachverband Komplementärmedizin Wahlempfehlungen ab? Wozu werden diese genutzt?


Lesen Sie das Interview auf Millefolia
Link zu den Wahlempfehlungen

Bericht in CH Media: Schweizer Influencer werden politisch – wie reagieren die Parteien?

«Eine Einzelperson mit grosser Reichweite auf den sozialen Medien kann heute wie ein Grossverlag auftreten.»

Es gibt influencer mit politischer Affinität. «Das Beispiel von Rezo zeigt, dass es zu einem kommunikativen Paradigmawechsel kommt», sagt Kommunikationsexperte Stüdeli. 

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