Papier statt Plastik im Shop?

Wieviel nachhaltiger ist es, im Shop den Pullover statt in eine Plastik- in eine Papiertasche einzupacken? Die Antwort ist: Das kommt darauf an.

Denn ob Papier besser ist als Plastik hängt von vielen Faktoren ab: vom jeweiligen Papier oder Plastik, vom Druck, vom Konfektionieren und natürlich vor allem von der Lebensdauer der Tasche. Warum also beginnen so viele Unternehmen ausgerechnet mit dieser Massnahme? Weil es gegenüber bewussten Konsumenten einen guten Eindruck macht.

Wo aber sollten Fashion-Unternehmen beginnen, die einen effektiven Beitrag zu einer grösseren Nachhaltigkeit leisten wollen?

Erfolgreiche Nachhaltigkeitsstrategien setzen dort an, wo der Handlungsbedarf am grössten ist. Das sind jene Bereiche mit den grössten negativen sozialen und ökologischen Auswirkungen, die im Widerspruch stehen zu den gemeinschaftlich als wichtig definierten Zielen – den 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der UNO. Besonders dringend ist die Reduktion der Treibhausgasemissionen, was im Übereinkommen von Paris von 2015 zum Ausdruck kommt.

Für die Fashion-Branche zeigen Life Cycle Assessments, dass bei der Produktion der Rohfaser, der Garnproduktion und dem Spinnen, dem Färben und der Veredelung die grössten negativen Auswirkungen auf die Umwelt und auf die Menschenrechte verursacht werden. Konkret verletzt werden die SDGs 1«Armut bekämpfen», 3 «Gesundheit und Wohlergehen», 6 «Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen», 7 « Bezahlbare und saubere Energie», 13 «Massnahmen zum Klimaschutz», 14» Leben unter Wasser» und 15 «Leben an Land» massiv verletzt werden (Studie «Measuring Fashion», Quantis 2018).

Folglich setzen hier auch erfolgreiche Nachhaltigkeitsstrategien an, weil sie in diesen Bereichen die grösstmöglichen Verbesserungen realisieren können.

Negative Auswirkungen von Verpackung und Transport (solange es nicht mit dem Flugzeug ist) sind im Verhältnis zu jenen der genannten textilen Produktionsphasen nicht wesentlich und deshalb vernachlässigbar. Sie sind aber willkommen, wenn sie einen Bewusstseinsprozess anstossen zu einer grösseren Nachhaltigkeit in der Fashion-Branche.

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