Walter Stüdeli hat entschieden, sein politisches Engagement für die Komplementärmedizin nach 22 Jahren per Ende April zu beenden. Seine Mandate übernimmt Cornelia Steck, die bei Köhler, Stüdeli & Partner tätig ist. Sie hat 2025 die Geschäftsführung des SVKH übernommen und ist seit April 2026 für das Lobbying des Dachverbands Komplementärmedizin verantwortlich.
Walter Stüdeli übernahm 2004 sein erstes Mandat für die Komplementärmedizin. So führte er die Geschäftsstelle des Schweizerischen Verbands für komplementärmedizinische Heilmittel (SVKH). Diese Funktion gab er 2016 ab und widmete sich in den folgenden zehn Jahren schwerpunktmässig dem Lobbying für den SVKH und generell für die Komplementärmedizin. Bereits seit 2004 war er zudem für das Forum für Ganzheitsmedizin (ffg) tätig, die Vorgängerorganisation des Dachverbands Komplementärmedizin (Dakomed), der 2010 gegründet wurde. Im Jahr 2009 leitete Walter Stüdeli die Abstimmungskampagne zur Volksinitiative «Ja zur Komplementärmedizin».
Der Dakomed beauftragte 2025 den Zürcher Verfassungsrechtler Prof. Dr. iur. Thomas Gächter mit einer Beurteilung des Umsetzungsstands des direkten Gegenvorschlags (Art. 118a BV Komplementärmedizin). Das Gutachten kommt zum Schluss, dass die Mehrheit der Kernforderungen auf Gesetzes- und Verordnungsstufe umgesetzt ist. Gleichzeitig wird festgehalten, dass die Frage der Forschungsförderung weiterhin ungelöst ist, was auf Gesetzesebene aufgrund der Forschungsfreiheit nur begrenzt gelöst werden kann. Zudem wird im Gutachten festgehalten: «Gestützt auf Art. 118a BV könnte die Berücksichtigung der Komplementärmedizin im GesBG, allenfalls auch auf Verordnungsstufe, gefordert werden.»
Im Verlauf der Jahre betreuten Walter Stüdeli und sein Team unter anderem folgende Arbeiten:
- Geschäftsführung SVKH von 2004 bis 2016 durch Walter Stüdeli, im 2024 hat Cornelia Steck die Geschäftsführung übernommen
- Organisation der Unterschriftensammlung für die eidgenössische Volksinitiative «Ja zur Komplementärmedizin»
- Begleitung der Parlamentsdebatte sowie Lancierung des direkten Gegenvorschlags (in Zusammenarbeit mit alt Ständerat Rolf Büttiker, FDP SO)
- Leitung der Abstimmungskampagne inklusive Fundraising
- Gründung des Dachverbands Komplementärmedizin sowie Führung der Geschäftsstelle (2010–2024) / seit 2010 Politikberatung des Dachverbands Komplementärmedizin (neu Cornelia Steck)
- Federführung bei der Umsetzung von Art. 118a BV, insbesondere im Heilmittelgesetz, im Medizinalberufegesetz, in Art. 35a KVV sowie bei der definitiven Aufnahme ärztlicher Leistungen der Komplementärmedizin in die Grundversicherung; zudem Mitwirkung bei der Schaffung eidgenössischer Diplome für nichtärztliche Therapeutinnen und Therapeuten
- Verfassen und Einreichen von rund 50 Vernehmlassungseingaben durch die Geschäftsstelle zwischen 2010 und 2026
- Konzeption und Aufbau einer Medienstelle für Komplementärmedizin
- Konzeption und Umsetzung von millefolia.ch, dem Newsportal für Komplementärmedizin
